ANJAS ERFOLGSGESCHICHTE

UnbekanntAnja, 37 Jahre, Mutter einer Tochter und Gründerin der Kindernotfallbetreuung Mama-Feuerwehr.

Als meine Tochter geboren wurde, änderte sich für mich alles. Meine feste Anstellung gab mir nicht die Flexibilität, die ich mit einem kleinen Kind einfach benötigte. Ich fragte mich, wie sich für mich Beruf und Familie vereinbaren lassen, damit weder mein Kind noch meine Karriere darunter leiden würden. Diese Frage hat mich während meiner Elternzeit stark beschäftigt, bis ich mir Hilfe bei einem Jobcoaching in Hamburg suchte. Denn mittlerweile war ich mir sicher: Ich wollte etwas völlig anderes tun. Etwas, das mich wirklich erfüllt und zu mir und meiner Familie passt.

Das Coaching inspirierte mich, über eine Selbstständigkeit nachzudenken. Die Ergebnisse zeigten, dass es am besten zu meiner Arbeitsweise passen würde und gleichzeitig meiner Vorstellung von Vereinbarkeit von Beruf und Familie entspräche.

Die Idee der Mama-Feuerwehr entstand dann aus der Not heraus. Als ich für meine Tochter eine kurzfristige Notfallbetreuung suchte, gab es kein adäquates Angebot in München. Da wusste ich, was die Aufgabe meiner Selbständigkeit sein würde, denn auch andere Familien stehen ja häufig vor dem Problem, dass sie jemanden brauchen, der kurzfristig einspringt.

Ich hatte großes Glück, mein Umfeld unterstützte mich bei meiner Entscheidungsfindung. Nach langen und intensiven Diskussionen stand meine Entscheidung fest. Sobald der Businessplan geschrieben war, ging ich in die tatsächliche Umsetzung. Anfangs habe ich die Mama-Feuerwehr neben meinem damaligen Job aufgebaut. Das war wirklich sehr zeitintensiv, und ich bin öfter an meine Grenzen gekommen.

Ohne die Unterstützung, vor allem von meinem Mann, wäre es gar nicht gegangen. Im März 2015 ging es dann richtig los. Ich beendete mein Angestelltenverhältnis und konzentrierte mich voll auf die Mama-Feuerwehr. Plötzlich gab es keine Sicherheit mehr, aber viele Chancen. Natürlich gibt es immer wieder Momente, in denen nicht alles nach Plan läuft, aber das ist ja gerade die Herausforderung.

Außerdem bin ich ein sehr zuversichtlicher Mensch und im Moment läuft es sehr gut an. Natürlich hat uns auch der Kita-Streik geholfen, bekannter zu werden. Viele Eltern wussten einfach nicht, wo sie ihre Kinder im Notfall vertrauensvoll betreuen lassen können.

Obwohl wir noch am Anfang stehen, war die Entscheidung zur Selbstständigkeit goldrichtig. Mein Büro ist im Haus, ich bin flexibel und unabhängig und liebe es, mein eigener Chef zu sein. Doch das Wichtigste ist: Die Selbstständigkeit gibt mir das Gefühl, ganz ich selbst sein zu können. Und das ist wunderbar.

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ANNAS ERFOLGSGESCHICHTE – ROLLENTAUSCH UND KINDERSCHUHE

anna_yonaAnna, 37 Jahre, Mutter von drei Kindern und Unternehmerin

Ich kann mich noch genau an die Gefühle erinnern, als ich zum ersten Mal seit Jahren ganz allein zu einem Termin durch Köln fuhr. Da war diese leichte innere Unruhe, weil ich erstmals ohne meine Tochter unterwegs war.

Aber da war noch etwas anderes: ein Gefühl von Freiheit und Selbstbestimmtheit und der Reiz, etwas ganz allein bewegen zu können.

Zu diesem Zeitpunkt waren wir gerade mal einige Monate wieder in Deutschland. Zwölf Jahre haben wir in Israel gelebt, erst in Tel Aviv, dann sind wir mit den Kindern aufs Land gezogen. Mein Mann führte ein Unternehmen, ich habe hinter den Kulissen gearbeitet und mich um die Kinder gekümmert. Genauso, wie ich es wollte.

Mittlerweile sind zwei Jahre seit unserer Rückkehr vergangen, und es hat sich viel verändert. Mein Mann und ich haben unsere Rollen getauscht.

Er kümmert sich hauptsächlich um unsere Kinder, während ich aktiv dabei bin, unser Unternehmen auf die Beine zu stellen. Um unsere Existenz zu sichern, arbeiten wir seit Mitte 2013 am Aufbau unseres Unternehmens Wildling Shoes.

Unsere Geschäftsidee entstand aus einem eigenen Bedürfnis. In Israel sind unsere Kinder quasi barfuß aufgewachsen. Hier in Deutschland gab es dann keine Schuhe, mit denen sie normal laufen konnten. Da entstand unsere Vision: Wir wollen den Kinderschuhmarkt revolutionieren und allen Kindern zukünftig gute Kinderschuhe anbieten. Die Produktentwicklung war die härteste Herausforderung unserer Unternehmensgründung. Als Quereinsteiger hatten wir kaum Erfahrungen und wollten zudem alles ganz anders machen. Gefühlt hat jeder Schritt eine kleine Ewigkeit gedauert, auch weil wir ständig abhängig von anderen waren.

Was für ein Glücksgefühl, als ich endlich unser fertiges Produkt in den Händen hielt. Einfach wunderbar, denn jetzt geht es richtig los und ich habe es endlich selbst in der Hand. Denn mit dem fertigen Produkt kann ich in Verhandlungen viel überzeugender auftreten.

Rückblickend möchte ich die intensive Zeit mit den Kindern in Israel nicht missen. Aber ich habe auch den Rollentausch mit meinem Mann nie bereut und genieße jetzt meine neue Rolle als Unternehmerin und Mutter. Das selbstbestimmte Arbeiten als Unternehmerin bereichert mein Familien- und Berufsleben und ich freue mich wahnsinnig auf die nächsten Herausforderungen.

Du möchtest Anna und ihre Wildling Shoes näher kennenlernen? Dann besuche sie doch einfach auf der Wildling Shoes Facebookseite.

MARLEENS ERFOLGSGESCHICHTE

Foto_MarleenAls Inhaberin einer Dachdeckerei musste ich mich stets in einer Männerdomäne durchsetzen und damit umgehen, als Unternehmerin nicht immer geschätzt zu werden. So beschlich mich ab und an das Gefühl, dass es beruflich für mich noch nicht alles gewesen sein kann.

Während meiner Schwangerschaft mit meinem Sohn setzte ich plötzlich völlig neue Prioritäten. Der Wunsch etwas ganz eigenes auf die Beine zu stellen und eine Aufgabe zu haben, die mich erfüllt und mir Spaß macht, wurde in meinem Alltag zunehmend präsenter. Doch ich blieb vernünftig und redete mir ein, dass diese Gedanken vorüber ziehen würden, sobald mein Sohn geboren ist.

Doch das Gefühl blieb. Es verstärkte sich nach der Geburt meines Sohnes sogar so sehr, dass der Zweifel an meinem Beruf mir schlaflose Nächte bescherte. Ich haderte lange, überlegte hin und her, welche Möglichkeiten ich habe. Eine neue Ausbildung war keine Option, denn ich wollte unbedingt Unternehmerin bleiben und nicht mehr in Vollzeit die Schulbank drücken.

So stellte ich mir die Frage, was ich gut kann und wirklich gerne mache. Schnell wurde mir klar: Ich behalte auch im größten Chaos den Überblick, kann gut organisieren, mag es, anderen zu helfen und berate gern. Auch auf die Frage, für wen ich gern arbeiten würde, fand ich auf Anhieb eine Antwort. Liebend gern wollte ich mit Familien, Kindern oder Schwangeren arbeiten.

Als ich dann im Internet eine Blogreihe entdeckte, in der Mütter über ihr Business berichteten, stolperte ich über den Beruf des „Baby Planners“. Der Gedanke ließ mich nicht mehr los und plötzlich war ich mir ganz sicher: Genau das will ich machen! Doch was würden meine Familie und meine Freunde von dieser Idee halten? Schließlich handelt es sich um ein Berufsbild, das sich in Deutschland erst noch etablieren muss. Immer wieder musste ich die Frage beantworten, warum ich denn meinen Job überhaupt wechseln wollte. In dieser Zeit hat es mir sehr geholfen, dass mein Mann von Beginn an hinter mir stand und mich in meiner Entscheidung bestärkte.

Schließlich sprach ich mit einigen Eltern über meine Idee und viele sagten, dass auch sie einen Baby Planner gebraucht hätten. So entschied ich mich im Dezember 2014 endgültig. Ich meldete mich bei Deutschlands erster Baby Planner Academy an. Vorfreude, Glück und Aufregung – was für ein Gefühl. Ich wusste, jetzt verändere ich etwas in meinem Leben.

Natürlich träume ich vom Erfolg meines Business und tue gerade alles dafür. Ich bin gerade in der heißen Planungsphase, damit ich in der zweiten Jahreshälfte voll durchstarten kann. Schon jetzt freue ich mich riesig auf die ersten Familien, die ich beraten und begleiten darf.

Ja, es ist anstrengend, etwas komplett neu aufzubauen, die bestehende Firma am Laufen zu halten und gleichzeitig meiner Familie gerecht zu werden. Und ich habe viel weniger Zeit als vorher. Aber ich freue mich täglich über meine Entscheidung, Neues zu wagen. Ich fühle mich sehr wohl damit, endlich ein klares Ziel vor Augen zu haben und selbst Gestalterin meiner Zukunft zu sein.


Du möchtest Marleens auf Ihrer Webseite besuchen und Dir selbst ein Bild von ihr machen – wunderbar, in ein paar Wochen ist ihre neue Webseite fertig. Du findest sie dann unter: www.belovedbaby.de

JENNIFERS ERFOLGSGESCHICHTE

JenniferJENNIFER, 26 JAHRE, STUDENTIN UND JUNGS-MAMA

Eigentlich war ich immer das schwarze Schaf der Familie. Mit 14 Jahren lebte ich im Mädchenhaus, mit 17 bezog ich meine erste eigene Wohnung und wurde von meinem damaligen Freund schwanger. Nur zwei Wochen nach dem Abiball kam mein Sohn Luca zur Welt. Ich war sehr glücklich, meinen Kleinen im Arm zu halten. Es fühlte sich gut an: meine kleine Familie und das Abi trotz Schwangerschaft in der Tasche. Jetzt konnte es doch losgehen, das gute Leben. Unser Glück hielt jedoch nicht lange – schon ein paar Monate später war ich allein mit Luca. Ganz allein. So hatte ich mir Familie nicht vorgestellt.

Ein Jahr später landete ich mit Luca im Frauenhaus. Hier fühlten wir uns alles andere als gut aufgehoben, und nach einigen schweren Monaten zogen wir in ein anderes Heim. In unserem neuen Wohnort fand ich keine Lehrstelle, und ich machte mir große Sorgen um Luca. Nach seinem zweiten Geburtstag war er stark verhaltensauffällig. Ein wahrer Ärztemarathon begann, und erst nach vier langen Jahren erhielten wir die Diagnose Autismus.Continue Reading

ANNAS ERFOLGSGESCHICHTE

Anna_SitzfeldtAnna Deyerling, 34 Jahre, Mutter eines Sohnes und Mitgründerin von Sitzfeldt

Ich bin alleinerziehend und Mitgründerin der Sofamarke Sitzfeldt. Schon immer war ich ein zuversichtlicher Mensch und empfinde es als großes Glück, meinen Sohn Max zu haben und in einem Job zu arbeiten, der mich fordert und mir viel Freude bereitet. Das ist eine ziemlich gute Kombination, auf die ich nicht verzichten möchte.

Vor fünf Jahren habe ich gemeinsam mit meinem Bruder und einem Freund unsere Firma Sitzfeldt gegründet. Unsere Idee: Schöne Sofas in hochwertiger Qualität online zu verkaufen. Für die Selbstständigkeit kündigten wir alle innerhalb kurzer Zeit unsere festen und gut bezahlten Jobs, um uns voll auf die Entwicklung unseres Geschäftsmodells zu konzentrieren. Continue Reading